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Sonntag, 21. Oktober 2012, 16:42

Desmoid während Schwangerschaft

Hallo zusammen,

nachdem ich hier nun wirklich viel gelesen habe, möchte ich mich auch mal kurz vorstellen.
Ich bin 35 Jahre alt.
In der Schwangerschaft unseres Sohnes (unser 2. Kind) wurde festgestellt, dass ich einen Tumor in der Bauchdecke habe.
Monatelang ging es hin und her zwischen Narbengewebe, Myom, Endometriose...
Beim Kaiserschnitt wurde der Tumor kurzerhand entfernt (war aprikosengroß).
Hinterher stellte sich heraus, dass es ein Desmoid war.
Im Krankenhaus sagt man mir noch, sie wüßte nicht mal, was das sei, sei aber gutartig und wäre ja jetzt weg...
Stimmt, bislang ist - zum Glück - nichts nachgewachsen.
Allerdings habe ich starke Schmerzen in dem Bereich, in dem der Tumor wohl war (läßt sich natürlich schwer sagen, nachdem der Schwangerenbauch weg ist....).
Nach einem Jahr wurde dann ein MRT gemacht (das erste!).
Im April steht nochmals eines an....

Ich hab immer das Gefühl, der Darm drückt an der Stelle aus dem Bauch.
Man sieht das sogar richtig.
Meine Bauchdecke scheint dort richtig instabil zu sein.

Kennt das jemand?

Irgendwie hab ich das Gefühl, es wächst wieder etwas.
Teilweise hab ich ein Drücken in der Leistengegend, das bis in Fuss ausstrahlt...

Viele Grüße
Mina 1976

2

Sonntag, 21. Oktober 2012, 18:02

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Mina,
das hört sich ja schon mal gut an, dass nach einem Jahr kein Rezidiv da war. Wenn Du Dir zu große Sorgen machst, kannst Du die Untersuchung ja auch früher machen, vorallem, wenn Du Probleme hast. Wenn etwas sein sollte, könntest du früher was dagegen unternehmen und wenn nicht, wärst Du beruhigt.Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass alles in Ordnung ist! :)
Viele Grüße
Manuela

3

Dienstag, 30. Oktober 2012, 11:59

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Mina,
ich habe eine ähnliche Geschichte:
Ich habe in der Schwangerschaft mit meinem 2. Kind einen Knubbel im Bauch ertastet und bin gleich zum Arzt. Hausarzt -> Internist -> Radiologe -> Chirurg. Keiner wusste genau, was das Ding in meinem Bauch ist. Der Chirurg entschied gemeinsam mit dem Gynäkologen, auf Nummer sicher zu gehen und zu operieren (im 5. Schwangerschaftsmonat). Das Ding entpuppte sich als Desmoid mit einer Größe von 9 cm, der im linken Bauchmuskel saß, so dass dieser komplett mitentfernt wurde. Der Tumor konnte laut Pathologe vollständig entfernt werden.
Aufgrund der Schwangerschaft wurde ein kleines Netz eingesetzt (15 x 15 cm), das die Bauchwand stabilisiert. Man wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie lange die Bauchwand die Schwangerschaft aushält (habe es bis in die 38. Woche geschafft). Man sagte mir bereits bei der OP im Dezember 2011, dass ich wahrscheinlich noch einmal operiert werden muss, um ein größeres Netz zu bekommen, damit die Bauchwand stabil bleibt.
Beim Kaiserschnitt im Mai 2012 war der Chirurg, der mich operiert hat, im OP und hat nochmal alles nachgeschaut, es scheint bis jetzt nichts wiedergekommen zu sein. Das kleine Netz ist so schön angewachsen, dass ich evtl. keine weitere OP brauche.
Jetzt habe ich demnächst noch einmal MRT-Termin und dann Termin mit dem Chirurgen und dann wird sich entscheiden, ob ich noch das große Netz bekomme oder nicht.
Eine Instabilität der Bauchwand merke ich nicht, aber ich merke, dass mir der Bauchmuskel fehlt, insbesondere dann, wenn ich mit meinem Zwerg auf dem Arm z.B. vom Boden aufstehen will. Ich gleich vieles mit dem Rücken aus, welcher dann entsprechend ab und an Probleme bereitet.
Naja, jetzt heißt es erst mal abwarten...
Wurde bei Dir auch der Bauchmuskel entfernt und ein Netz eingesetzt?
Auch ich drücke Dir die Daumen, dass nichts nachgewachsen ist.
Viele Grüße
Alex

4

Dienstag, 30. Oktober 2012, 13:58

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Alex,

oh weh, das kommt mir bekannt vor.
Im Unterschied zu Dir waren bei mir "nur" Gynäkologen am Werk.
Die wußten meines Erachtens nicht wirklich, was sie da tun.
Ich kann Dir nicht mal sagen, ob bei mir der Bauchmuskel entfernt wurde.
Beim Kaiserschnitt wurde erst mein Kleiner geholt und dann der Tumor entfernt. Alles was ich weiß, ist dass er aus der Bauchwand "gehöhlt" wurde und zwar "knapp im Gesunden".
Ein Netz wurde dabei nicht eingesetzt.

Ich hab nach der Geburt gar nicht wirklich realisiert, was überhaupt los ist. Der behandelnde Gyn im KH meinte, war gutartig, fertig.
Nachdem mein Kleiner ja 34+6 geholt wurde, gilt monatelang erst mal ihm unsere Sorge.

Hast Du Schmerzen in dem Bereich?

Mit Deinem Zwerg (Junge oder Mädchen?) ist alles i.O. oder?

Ich drücke Dir auch ganz fest die Daumen, dass Du kein neues Netz mehr brauchst. Nochmal so ne OP ist wirklich nicht erstrebenswert....
Zumal mit 2 Kindern, gell....

Viele Grüße
Marina

5

Dienstag, 30. Oktober 2012, 15:25

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Marina,

na das hört sich aber nicht so dolle an. Aus welcher Ecke stammst Du denn? Ich denke, ich würde in Deinem Fall mir erst mal den kompletten OP-Bericht aus dem Krankenhaus anfordern und mit dem zu einem Chirurgen gehen, der sich wenigstens halbwegs mit der Materie auskennt (ich weiß, beim Desmoid schwierig).
Ich hatte wohl einen Chirurgen mit "dem richtigen Riecher". Er konnte anhand der MRT-Bilder zwar auch nicht sagen, was es ist, gehört aber zu den Leuten, die "auf Nummer sicher" gehen und hat sich deshalb für die OP entschieden. Nach der OP meinte er zu meinem Mann: "Das sah nicht gut aus, was wir daraus geholt haben" und nach dem Ergebnis "das war dann das kleinere Übel". Super! Er hatte schon schlimmeres befürchtet. Ich war und bin noch mit der Betreuung sehr zufrieden.
Schmerzen hab ich zum Glück keine, nur eine riesige senkrechte Narbe und dann halt noch die Kaiserschnittnarbe. Vor dem Kaiserschnitt wußte man noch nicht, ober der überhaupt normal durchgeführt werden kann, weil an der Stelle, an der das Netz sitzt, sich der Bauch nicht dehnt (wurde mir zumindest so erklärt).
Ich hatte nur nach der Desmoid-OP ziemliche Schmerzen, aber klar, wenn ein Muskel fehlt und man gleichzeitig nur ne Spar-Version an Schmerzmitteln bekommt wegen dem Bauchzwerg.

Wie alt ist Dein Kleiner jetzt? Und wie geht es ihm?

Meinem Zwerg (Junge, habe jetzt 2 Jungs :-) ) geht es zum Glück gut. Wir konnten schon am dritten Tag nach dem Kaiserschnitt nach Hause.

Schöne Grüße

Alex

6

Dienstag, 30. Oktober 2012, 18:29

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Alex,

wir wohnen im Bereich Stuttgart - Esslingen.
Und Du?

Mein Kleiner ist jetzt 18 Monate.
Ihm gehts soweit gut. Er ist entwicklungsverzögert, d.h. alles dauert etwas länger, aber bis jetzt lernt er alles Entscheidende.
Seine Lunge war bei der Geburt noch nicht ausgereift und er mußte erst mal auf Intensiv. Nach 2 Wochen durfte er aber dann mit nach Hause.
Mit 6 Wochen wurden dann Herzgeräusche, Leistenbruch (Hodenhochstand war schon bekannt) festgestellt.
Zudem Verdacht auf Wasserkopf.
Er wurde dann wegen dem Leistenbruch und Hodenhochstand auch gleich operiert.
Von 2 Löchern im Herzen ist zumindest eines schon zu. Beim anderen hofft man noch, dass es sich auch noch spontan schließt.
Im Juli kam auch wegen seinem großen Kopf Entwarnung. Er ist wohl einfach nur groß!

Bei all den Problemen habe ich halt wenig geschaut, was genau bei mir so war...

Meine "Große" ist 2 3/4 Jahre alt..
Sie kam zwar auch 34+6, aber Mädchen sind da wohl zäher...

Momentan betreut mich der Chefarzt der Inneren, Onkologie der nächsten Klinik hier.
Er hat wohl noch 2 andere Desmoid-Fälle.
Allerdings hat er bei der ersten Untersuchung (ein halbes Jahr nach der OP) noch gesagt jährliche Sono reiche aus.
Beim letzten Mal hat er dann auf einmal Sono, MRT und Darmspiegelung angeordnet.
(wohl nachdem er nochmal wegen meiner OP recherchiert hatte).

Direkt nach der OP meinte der Gyn sogar die Frauenärztin sollte bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung mal über meinen Bauch schauen...
Damit konnte ich aber wirklich nicht leben. Die war schon mit meiner Schwangerschaft überfordert.

Mein OP-Bericht sagt nur in einem Satz, aprikosengroßer Tumor aus der Bauchdecke geschält.
Alles andere geht halt um den Kaiserschnitt.

Es war in meinem Fall glaub wirklich der Fehler, dass sich nur die Gynäkologie gekümmert hat.
Heute würde ich es anders machen.
Aber damals war ich echt überfordert...

Viele Grüße
Marina

7

Donnerstag, 1. November 2012, 20:53

Re: Desmoid während Schwangerschaft

Hallo Marina,
na da kann ich gut verstehen, dass Du da erst mal überfordert warst.
Die Sorge ums Kind, da stellt man sich selbst hinten an.
MRT steht bei mir im Dezember an und Darmspiegelung im Januar, da wohl Desmoide manchmal im Zusammenhang mit dem Gardner-Syndrom stehen. So stehts bei mir im Tumor-Bericht des Krankenhauses mit der Empfehlung, dass ich doch eine Spiegelung machen lassen soll.
Ich bin in Behandlung des Chefarztes der Chirurgie einer Klinik in der Nähe (ich bin selbst aus dem Landkreis Karlsruhe) und sehr zufrieden mit der Betreuung. Er war ja auch beim Kaiserschnitt dabei und hatte sich extra schon Material mit in den OP bestellt, so dass er hätte weiteroperieren können, wenn es notwendig gewesen wäre. Zu ihm geh ich dann nach dem MRT wieder mit den Bildern.
Wenn Dein Doc noch 2 Desmoid-Fälle betreut, wird er sich bestimmt genauer in das Thema eingelesen haben, ich finde, das hört sich nicht schlecht an. Was sagt Dein Bauchgefühl?
Liebe Grüße
Alex

8

Freitag, 30. Januar 2015, 17:18

Hallo zusammen,
darf ich diesen aelteren Thread wieder aufleben lassen?
Mein Desmoid im Bauchmuskel tauchte ca. 2,5J. nach der Geburt meines 2. Kindes auf, und zwar rechts vom Bauchnabel entfernt.
Einen Monat bevor ich ihn tastete, hatte mein Kind mich beim Hochheben versehentlich genau an dieser Stelle getreten und ich weiss noch genau, dass mir kurz die Luft vor Schmerz wegblieb, es war wie ein kleines "Trauma". Als dann einen Monat spaeter mit Einsetzen der verspaeteten Regel ich diesen Knoten tastete, dachte ich zuerst auch, es waere ein Bluterguss oder es haette mit meiner Regel zu tun, die ca. 3 Monate auf sich hatte warten lassen. Auch habe ich immer noch zum Einschlafen und Troesten gestillt. All diese Dinge (Stoss, hormonelle Bedinungen) waren fuer mich bezeichnend fuer diesen Tumor und ich konnte aehnliche Zusammenhaenge im WWW nachlesen. Ich habe auch lange Zeit an Endometriose gedacht und nach Aerzten gesucht, die sich damit auskennen.

Auch konnte ich mir gut erklaeren, dass der unerwartete Stoss meinen Koerper dazu getriggert haben mag, dass er da an der Stelle nicht stark genug gewesen sein koennte und allein deshalb das Programm des "Muskelnachwachsen" gestartet ist.

Wie ihr seht, mache ich mir viele Gedanken ueber die Ursachen (ihr sicher auch ?). Ich wuerde gerne verstehen, woher das alles kommt und ich hege den grossen Wunsch, dass wenn wir all unsere Erfahrungen zusammenpacken, wir vielleicht aehnliche Trigger finden koennten....was meint ihr, ob das Sinn macht?

Erst 10 Monate, nachdem ich den Knoten getastet hatte, habe ich operieren lassen. Bis dahin war viel passiert, u.a. habe ich 2 OPs abgesagt, bis ich endlich an das Tumorzentrum in Essen
verwiesen wurde und mich dort endlich gut aufgehoben fuehlte. Mein Doc hat
sofort auf Desmoid getippt und hat Recht behalten. Im nachhinein frage
ich mich, ob man nicht auch haette auf die OP verzichten koennen, da ich
las, dass in Narbengewebe dieser Tumor besonders gerne waechst. Schade,
dass mich dazu keiner aufgeklaert hatte, aber ich stand auch in der
Familie unter Druck, jeder draengte auf mich ein, endlich diese OP
durchzufuehren, obwohl mein Bauchgefuehl dagegen war.

Ich hoffe es geht euch allen gut und bald von euch zu hoeren.
Liebe Gruesse
Mia :-)

9

Samstag, 31. Januar 2015, 14:40

Hallo Mia und hallo an alle,

ja, diese Sache mit dem Bauchgefühl!!!!!!! ;)

Ich hatte meine erste Op. 2006 im Thoraxbereich. Angeblich war der Tumor ganz entfernt.Der operierender Prof. hat sich gefreut, auch weil der Tumor gutartig war. Dann Bestrahlungstherapie. Schon bei der ersten Kontrolle nach 3 Mon. war ein Rezidiv da. Keiner wollte es glauben. Eine Punktion ergab nichts konkretes. 2009 war der Tumor dann so weit gewachsen-bis in den Bauchraum, daß er wieder entfernt werden mußte. Da hatte ich vorher schon gemerkt, daß er zurück war-wegen meiner Atemnot.

Wenn die 2. Op bei mir früher stattgefunden hätte, ich habe es auch so weit es ging hinaus geschoben, wer weiß, vielleicht hätte ich jetzt weniger Einschränkungen. Aber keiner kann wissen wie der Tumor reagiert. Das kann keiner wissen.

Nach der 2.Op. wachte ich mit einem PTFE-Dacon-Patch im Thorax-Rippenbereich auf. Dieser Kunststoff-Patch ist stabil und etwas steif, was ich des Öfteren bei Bewegungen gut spüre.So eine Op hinterläßt natürlich auch seine Spuren wie: Schmerzen bei Wetterveränderungen und bestimmten Bewegungen-mal mehr oder weniger. Auch starkes Ziehen an der Bauchdecke und innerlich, angebliche Narbenschmerzen. Irgendwie wird das dann schon chronisch. Bis jetzt hat der Tumor mal eine Ruhepause eingelegt. Ich frage mich auch, wo wohl so ein gutartiger Tumor der evtl. viel Ärger machen kann, herkommt.

Von da an plagt mich mein Bauchgefühl schon öfters und Gott sei Dank mit falschen Ergebnissen :rolleyes:

2009 kam ich durch SOS-Desmoid an Prof. Hohenberger, mein erster Ansprechpartner, der Bescheid wußte.

Jetzt wünsche ich allen alles Gute und daß der Desmoid uns alle nicht so plagt und erschreckt!

Seid gegrüßt von Runa

10

Sonntag, 1. Februar 2015, 19:51

Mia,
ja, das Bauchgefühl!
Ich bin froh, dass ich gleich zu Anfang an Prof. Dr. Täger geraten bin, der nicht auf operieren aus ist.
Ich bin ehrlich auch noch arg auf der Suche, um zu begreifen!
Mein letztes MRT war nicht toll, der Desmoid ist jetzt doppelt so groß und ich muss mich mit dem Gedanken befassen, dass die abwartende Haltung vielleicht nicht mehr ausreicht, wenn er so schnell wächst! Ich hab aber erst in 10 Tagen den nächsten Termin beim Prof.
Ich fühle mich bei ihm sehr aufgehoben und werde mich mit ihm beraten.

Runa,
er hat mir auch von
Prof. Hohenberger erzählt. Das ist auch ein Grund mit, warum ich unbedingt zum Patiententreffen möchte!
Ich erhoffe mir noch einige Infos, die ich auch verstehe.
Vieles ist schwer zu verstehen!



Liebe Grüße Annette

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Montag, 2. Februar 2015, 08:52

Hallo Annette,

es ist schon echt schwer zu begreifen, daß man auf einmal eine Erkrankung hat, die dazu noch so unerforscht ist. Daran gewöhnt habe ich mich nicht, aber man muß mit ihr leben.

Vielleicht wäre es in Deinem Fall vorteilhaft, wenn Du Dir eine Zweitmeinung bei Prof. Hohenberger holen könntest. Wenn Dein Prof. von ihm gesprochen hat, wird er auch keine Einwände haben. Die Zweitmeinung steht Dir von der Krankenkasse zu. Du hast natürlich eine Entfernung zu bewältigen. Ich glaube, man kriegt in Mannheim verhältnismäßig schnelle Termine-wenns notwendig ist.

Machs gut und Grüße von Runa

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Montag, 2. Februar 2015, 12:42

Hallo Runa,
das ist eine gute Idee, ich werde das im Geschäft gleich abklären, ob ich mehr frei bekommen kann und dann frag ich nach einem Termin! Ich könnte es ja mit dem Patiententreffen zusammen legen!
Danke dir für den Tipp. Hätte ja auch selber mal auf die Idee kommen können, wo ich doch eh nach Mannheim fahren möchte!
Hier hab ich keine Lust auf eine Zweitmeinung, weil hier kaum jemand Ahnung hat!

Liebe Grüße Annette



Liebe Grüße Annette

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Montag, 2. Februar 2015, 13:49

Hallo Annette,

rufe doch erst mal im Sekretariat von Prof.H. an und erkundige Dich, bevor Du mit Deinem Arbeitgeber Urlaub aushandelst. Eigentlich haben die nur montags und dienstags Sprechstunde für Desmoidpatienten. Dann brauchen die auch Deine Befunde, die MRTs in Disc-Form und einen Überweisungsschein von Deinem Hausarzt.

Vielleicht gibt es ja Ausnahmen!

Ganz liebe Grüße von Runa ;)

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Montag, 22. Februar 2016, 22:24

Hallo zusammen,

ich habe lange nicht geschrieben, nun über ein Jahr her und wollte mich mal wieder melden und auch fragen, wie es euch ergangen ist. Ich hoffe, es geht euch allen gut. Ich hatte vor einem halben Jahr ein MRT mit Kontrastmittel und alles war gut, und letzte Woche hatte ich einen erneuten Termin und habe aber auf ein MRT verzichten wollen, da ich gehört habe, dass es Ultraschallgeräte gibt, die sowas auch sehen können. Mein behandelnder Arzt ist dem gegenüber sehr offen und meinte, dass ich da nach einer Röntgenpraxis suchen sollte, die spezialisiert darauf ist, auf das Lesen von Ultraschall. Denn dann kann man den Verlauf und Veränderungen beobachten. Ich wollte halt Kontrstmittel sparen. Es ginge wohl auch MRT ohne Kontrastmittel, er hat mir auch Bilder vom letzten Jahr gezeigt, wo man die betroffene Stelle erstmal ohne und dann mit Kontrastmittel sah. Mit dieser Basis könnte man es vielleicht wirklich auch ohne versuchen.

Aber das verrückte an der ganzen Sache ist, dass ich einige Tage und Wochen vor dem Termin letzte Woche immer wieder ein brennen an der Narbe am Bauchmuskel spürte. Und am Tag des Termins sogar eine verhärtete Stelle leicht über der Narbe. Diese Stelle spüre ich jetzt auch noch, mit einem leichten Schmerz, wenn man drückt. Tja, ich weiss nicht, was ich nun denken soll, ausser, dass ich wohl doch besser so schnell wie möglich einen MRT Termin machen sollte....oder was meint ihr?

Warum ich hier auch schreibe. Mein Arzt schreibt seine Doktorarbeit über Fibromatose und hat schon einige Patienten dazu. Falls noch jemand Interesse hätte, ist er sicher auch an weiteren interessiert. Ich habe ihm auch von diesem Forum erzählt, ob er Interesse daran hätte, aber er sagte, dass er sich nur auf seine Patienten beziehe für seine ARbeit.

Ich weiss nicht, was ich von euch erwarte....erstmal von euren ERfahrungen hören, von euren GEdanken, und vielleicht den ein oder anderen Tipp für mich bzw. was ihr an meiner Stelle tun würdet? Eigentlich hätte man beim Bauchmuskel auch abwartend sein können, aber damals wurde halt für eine Biospsie und während der OP für die komplette Entfernung entschieden ( um mir eine weitere OP möglicherweise zu ersparen).

Ich muss auch sagen, dass sich die Narbe in letzter Zeit häufiger gestört hat bei bewegungen. Kein Schmerz oder so, aber irgendwie störend, als wenn da etwas zuviel oder zuwenig sei (was ja auch wohl so in der Tat ist..zu wenig Muskel, zuviel Narbe).
Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen. Ich hätte auch gerne einen neuen Strang eröffnet, finde aber irgendwie nicht, wie das geht.
Alles Liebe und bis bald,
lg Mia

15

Montag, 22. Februar 2016, 22:26

P.s. mich würde interessieren, ob einige von euch bisher keine OP hatten? Mein Tumor war wohl verkapselt und hätte sich normalerweise nicht weiter vermehrt, wäre er nicht rausgenommen worden

16

Mittwoch, 24. Februar 2016, 09:50

Hallo Mia,

das kenne ich auch, dass Narben auch nach Jahren sich "unschön" bemerkbar machen können mit auch durch die Veränderungen unseres Bindegewebes. Ich kenne das Gefühl auch gut, dass ich daran zweifle ob die Ops richtig waren oder nicht spez. wenn die Chirurgen mehr Gewebe wegnehmen als man sich das vorgestellt hat. Ich kenne eine Frau die seit Jahren einen inoperablen Desmoid hat der bis jetzt minimal wächst aber auch Beschwerden macht. Es ist einfach auch bei jedem Menschen anders. Auch ich hatte seit 2009 kein Tumorwachstum mehr und trotzdem fängt er jetzt wieder an zu wachsen. Ich denke auch manchmal, dass es nicht wahr sein kann, dass man so wenig über unseren Tumor weiß. Ich glaube, wir müssen das einfach annehmen. Gut finde ich, dass sich jetzt auch mehr Ärzte für unseren Tumor interessieren so wie Dein Arzt, der jetzt seine Doktorarbeit über Fibromatose schreibt.

Da ich kein jodhaltiges Kontrastmittel mehr erhalten kann machen die Rö-Ärzte und auch Prof. bei mir kein CT mehr, da für unseren Tumor zu bewerten Kontrastmittel schon notwendig ist. Seit dem wird immer ein MRT gemacht, da kann man andere KM verwenden. Man sieht ja wohl, wenn Gewebe Kontrastmittel aufnimmt und das ist ja wichtig.

Trotzdem, mach's gut LG Runa

17

Mittwoch, 24. Februar 2016, 10:18

Hallo Mia,

früher habe ich ein paar Jahre lang auch nur Ultraschall machen lassen, dabei hat man aber doch einen Tumor übersehen, weil ich denke, dass man da großflächig nicht so genau kontrollieren kann. Ich würde, wenn du unsicher bist lieber ein MRT machen lassen. 17 Jahre lang habe ich immer Kontrastmittel bekommen, aber jetzt habe ich eine Allergie entwickelt und es geht auch ohne, wenn nur das Wachstum der bekannten Tumore überprüft werden soll. Wahrscheinlich kann man ohne Kontrastmittel neue Tumore leichter übersehen. Aber da du keine Allergie hast, könntest du ja zwischendrin immer wieder mal ein MRT mit Kontrastmittel machen lassen.

LG Manu