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Mittwoch, 20. April 2016, 11:26

Der Kampf gegen die Chemo-Nebenwirkungen

Hallo alle,

ich eröffne hiermit mal einen Thread, wo wir uns über unsere Tipps und Tricks zum Bekämpfen der Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie austauschen können. Mein kleiner Bruder, der einen Desmoid im Bein, bzw. mittlerweile an der Hüfte hat, nimmt seit 10 Tagen sorafenib/Nexavar und spürt die ersten Nebenwirkungen:
  • rote Flächen im Gesicht
  • rote, juckende Punkte auf Brust und Rücken
  • erste Anzeichen von Hand-Fuß-Syndrom

Bisher sieht unser Kampfplan aus wie folgt:
  • vor Beginn der Behandlung hat er sich Hornhaut am Fuß entfernen lassen
  • mehrmals täglich eincremen mit Urea-Creme,
  • mehrmals täglich lauwarm duschen (Schweiß entfernen und so den Juckreiz vermindern)
  • Kühlen, schonen, hochlegen
Der Doc hat ihm noch eine Cortisonsalbe verschrieben, die er im Notfall nehmen kann, außerdem wollten wir es jetzt auch noch mit einer Aloe-Vera-Creme versuchen.

Habt ihr noch irgendwelche Tipps?

Vielen Dank und viele Grüße!

2

Donnerstag, 21. April 2016, 20:06

Hallo Ann,

Ich dachte, ich schreibe Dir wenigstens mal. Leider habe ich aber keinerlei Tipps für Dich.

Ich weiß allerdings, dass viele Pflegedienste super sind. Wenn es um Pflegefragen geht, haben die einfach umfassende Erfahrungen und sind oft besser aufgestellt als Ärzte, vor allem wenn es um Hautpflegetipps geht. Dort kann man sich, soweit ich weiß, auch beraten lassen.

Ich drücke Euch die Daumen.

Liebe Grüße
Jutta

3

Freitag, 22. April 2016, 15:43

Hallo Ann,

dein Bruder macht ja schon alles richtig. Ich habe nur von anderen gehört, dass sie, wenn es mit dem Hand-/Fußsyndrom extrem schlecht war, einige Tage das Medikament absetzen mussten, natürlich nur nach Absprache mit dem Arzt.
Ich kenne solche Nebenwirkungen, wie Hautausschläge und rote Flecken im Gesicht nur zur Genüge. Mir hat dann zwischendrin mal immer ganz gut ein Antihistaminika geholfen, allerdings habe ich das Sorafenib noch nie genommen und weiß nicht, ob sich das überhaupt verträgt. Da müsste dein Bruder zuerst den Arzt fragen. Ich habe es ab und zu während der Chemotherapie genommen. Ich finde das mit diesem Thread eine gute Idee, ich denke aber, dass im Moment hier noch nicht so viele angemeldet sind, die solche Therapien machen, da werden aber bestimmt bald mehr dazu kommen.
Ich wünsche Dir und Allen ein schönes Wochenende!

LG Manu

4

Montag, 2. Mai 2016, 22:22

Hallo Jutta, hallo Manu,

Danke für eure Antworten! Meinem Bruder geht es mittlerweile auch schon besser, die roten Punkte nehmen ab, die roten Flächen im Gesicht sind auch viel besser geworden, die Haut ist teilweise noch ein wenig rau, aber es juckt nicht mehr, das war anscheinend das nervigste. Geholfen hat anscheinend die Mischung aus UreaCreme und AloeVera Creme (letztere kühlt halt auch noch angenehm).
Morgen gibts das nächste Gespräch mit dem Doc und dann heißt es noch einen Monat warten aufs nächste MRT.
Ich hoffe euch geht es gut!
Viele Grüße und schon mal einen wunderschönen Mai!
Ann

5

Donnerstag, 30. Juni 2016, 13:28

Komplementärmedizinische Ansätze

Hallo Ann,

leider finden sich im gesamten Forum wenig komplementärmedizinische Ansätze. Ich habe
damit sehr gute Erfahrungen gemacht, zuletzt eben mit einem unerträglichen Juckreiz nach einer
isolierten Extremitätenperfusion (ist ja egal, was es auslöst).


Es gibt unglaublich gute Ansätze in diesem Bereich:
Mir hilft gegen Juckreiz z.B. Cariosperum (entweder als Globuli D6 zum
Zergehen lassen im Mund oder als Creme (Halicar-Creme von Heel).

Auch bei anderen Nebenwirkungen gibt es z.B. durch homöopathische Medikamente
wunderbare Erleichterung für die Patienten. Ich hatte zwar - Gott sei Dank - selbst
noch keine Chemo, arbeite jedoch selbst in einer Klinik. Wir haben sehr viele
Chemotherapiepatienten und unsere Klinik hat eine Kooperation mit einer
ortsansässigen homöopathischen Ärztin. Sie schafft nahezu immer verbesserte
Rahmenbedingungen für die Patienten.

Es gibt auch gute aromatherapeutische Ansätze, auch wie man Haut-Nebenwirkungen
schon prophylaktisch "vorpflegen" und damit klein halten kann. Manche Kliniken
bieten solche speziellen Pflegekräfte und Sprechstunden an. Eine gute Adresse ist
auch eine Homöopathische Apotheke in Kempten (versenden auch bzw. liefern an
örtliche Apotheken).

Vielleicht kannst Du meine späten Tipps noch gebrauchen.

Es grüßt Dich

Thea

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